Von der Best of Two- zur BOTSI-Strategie

„Aktien oder Renten? Die Best of Two-Strategie“ – unter diesem Titel hatten Dr. Hubert Dichtl und Dr. Christian Schlenger im Jahre 2002 erstmalig eine neuartige regelgebundene Investmentstrategie zur risikokontrollierten Steuerung von Aktien und festverzinslichen Anlagen vorgestellt. Diese dynamische Anlagestrategie erfreut sich seitdem nicht nur in der Investmentpraxis großer Popularität, sondern wird mittlerweile auch in diversen Standardlehrbüchern umfassend behandelt. Wesentlich dazu beigetragen haben die sehr gute Verlustvermeidung der Strategie in der Finanzmarktkrise 2008 sowie die ausgezeichnete Ertragspartizipation in den nachfolgenden Jahren. Gleichwohl gilt aber auch zu berücksichtigen, dass die Finance-Forschung nicht stehen geblieben ist und in den letzten Jahren zahlreiche neue Erkenntnisse und Einsichten zu Tage gefördert hat.

Umfassende wissenschaftliche Analysen haben dabei gezeigt, dass sich insbesondere die jüngsten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Long Memory-Effekte von Finanzmarktzeitreihen als ein fruchtbarer Ansatz zur Fortentwicklung der Best of Two-Strategie herausgestellt haben. Diese Effekte beschreiben dabei die Eigenschaft, dass der aktuelle Kurs eines Finanzmarktes von seinen vorangehenden Kursen – und zwar auch von seinen zeitlich weiter zurückliegen – abhängig ist. Erklärbar ist dieses Phänomen u.a. mit Erkenntnissen aus der Behavioral Finance-Forschung, die z.B. eine verzögerte Informationsverarbeitung von Marktakteuren nachgewiesen hat.

Diese aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse haben Dr. Hubert Dichtl und Thomas Müller genutzt und die originäre Best of Two-Strategie zur sog. BOTSI-Strategie weiterentwickelt, wobei die Abkürzung für Best-of-Trends-System-Investment steht. In dieser Bezeichnung kommt zum Ausdruck, dass es bei der Strategie im Wesentlichen um das systematische Ausnutzen von Trend-Effekten in den Preisen von Finanzmärkten geht. Nachfolgend wird gezeigt, wie sich die Weiterentwicklung auf das Rendite-/Risikoprofil der Originalstrategie auswirkt. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang die Robustheit der Ergebnisse. Um diese zu gewährleisten, wird die Analyse auf verschiedenen Aktienmärkten und unterschiedlichen Zeiträumen durchgeführt.

Analyse auf internationalen Aktienmärkten

In der Abbildung 1 ist die Rendite p.a. der ursprünglichen Best of Two-Strategie mit der weiterentwickelten BOTSI-Strategie für die Aktienmärkte Dax, Euro Stoxx 50, Stoxx Europe 600, S&P 500, Topix und MSCI World im Zeitraum von Januar 1992 bis Dezember 2018 dargestellt. Die Aktienmärkte S&P 500, Topix und MSCI World sind dabei in Euro notiert. Als „sicherer Hafen“ werden deutsche Bundesanleihen mit einer kurzen Duration gewählt, die mit dem Rentenindex REXP 3 Jahre abgebildet werden. In den Analysen sind umschichtungsabhängige Transaktionskosten von 25 Basispunkten berücksichtigt.

Wie die Abbildung 1 zeigt, erweist sich die weiterentwickelte BOTSI-Strategie in allen 6 Aktienmärkten als überlegen. Der Renditevorsprung reicht dabei von 1,1 Prozentpunkten beim Dax bis hin zu 2 Prozentpunkten beim MSCI World und beim Stoxx Europe 600, wobei der Durchschnitt bei 1,7 Prozentpunkten liegt. Bei einer solch deutlich höheren Rendite drängt sich die Frage auf, ob mit dem Renditevorsprung nicht auch ein höheres Risiko einher geht. Die Abbildung 2 zeigt den maximalen Verlust der beiden Strategien im gleichen Analysezeitraum.

Wie aus der grafischen Darstellung ersichtlich ist, geht mit dem höheren Renditepotenzial keine systematische Erhöhung des Verlustrisikos einher. Während der maximale Verlust für einige Märkte in etwa gleich hoch ist (z.B. MSCI World und Euro Stoxx 50), fällt er für die BOTSI-Strategie in einigen Fällen sogar etwas geringer aus (z.B. S&P 500). Die Anwendung der weiterentwickelten BOTSI-Strategie führt somit nicht zu einer systematischen Zunahme des Verlustrisikos.

Weiter Analysezeiträume

Eine Anlagestrategie sollte sich nicht nur auf unterschiedlichen Aktienmärkten als robust erweisen, sondern auch über unterschiedliche Analysezeiträume. Vor diesem Hintergrund zeigt die nachfolgende Abbildung die Renditen p.a. für einen Anlagezeitraum über die letzten 10 Jahre (von Januar 2009 bis Dezember 2018).

Wie aus der Abbildung 3 ersichtlich ist, liefert die fortentwickelte BOTSI-Strategie auch in dem 10-Jahreszeitraum in allen analysierten Märkten eine höhere Rendite im Vergleich zur Best-of-Two-Strategie. Der Renditevorsprung reicht dabei von 0,7 Prozentpunkte p.a. (Topix) bis 1,7 Prozentpunkte p.a. (Euro Stoxx 50) und liegt durchschnittlich bei ca. 1,3 Prozentpunkten.

Fazit

Wie diese Analysen zeigen, hat die Weiterentwicklung der langjährig bekannten Best-of-Two-Strategie zur BOTSI-Strategie das Renditepotenzial deutlich gesteigert, ohne gleichzeitig das Verlustrisiko zu erhöhen. Dieses Ergebnis zeigt sich dabei nicht nur bei den hier präsentierten Analysen, sondern erweist sich auch bei zahlreichen weiteren Untersuchungen als robust.

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